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Bildbearbeitung - noch so ein Hobby von mir...

wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass fast jedes Bild der auf uns einprasselnden Bilderflut mehr oder weniger bearbeitet wurde. Hier gibt es fast grenzenlose Möglichkeiten ein Bild zu verändern, zu verfälschen aber auch zu verbessern und künstlerisch aufzuwerten. Ich glaube man sollte nicht generell die Bildbearbeitung als Schummeln oder Betrug abwerten, sondern als eine eigene Kunstform.

Ich persönlich wende die Bildbearbeitung - vorzugsweise mit Adobe Photoshop - an, um meine Bilder zu beschneiden und bestimmte Ausschnitte hervorzuheben, um ungewünschte Bildinhalte wie z.b. Schwebeteilchen bei der Unterwasserfotofrafie zu entfernen, und um ungewollte Farbstiche zu neutralisieren, Vignettierungen und Verzerrungen zu entfernen, und die Bilder nachzuschärfen, oder für den Druck zu optimieren. Das sind alles Techniken, die auch schon bei der Analogfotografie in den Dunkelkammern angewendet wurden.

Manchmal macht es mir aber auch Spaß kleine Fotomontagen anzufertigen, störende Personen aus Bildern zu entfernen oder hinzuzufügen, absurde oder lustige Szenen zu inszenieren, oder Bilder mit Texten, Rahmen oder anderen Effekten zu versehen.

Ich halte eine gute Bildbearbeitung für eine Kunstform, und nicht generell für Fälschung oder Betrug. Was ich nicht in Ordnung finde, ist z.B. mit Fotomontagen an Wettbewerben teilzunehmen, die ein bestimmtes Thema vorgegeben haben, und auf reale Bilder ausgelegt sind. Meistens fällt so was auch auf, und ist dann sehr peinlich für den Fiaker.

Auch finde ich es nicht OK, wenn sich Fotografen mit Bildern schmücken, sie sie aus anderen Bildern zusammengeklaut haben. Das ist schlichtweg Betrug, und sogar strafbar.

Wenn man aber aus einem gelungen Schnappschuss z.B. die störende Flosse eines anderen Tauchers etc.. entfernt, dann habe ich persönlich keine Einwände.

Es gibt unzählige Tutorials und Lehrgänge zur Bildbearbeitung. Ich persönlich schätze die DVD-Workshops der Firma Video2Brain sehr und habe schon eine ganze Menge dabei gelernt.

Hier bekommt man entweder Online oder von DVD zu allen möglichen Themen gut verständliche Lehrgänge angeboten, die sehr unterhaltsam und interaktiv aufgebaut sind und mit denen ich selbst bessere Lernerfolge habe, als mit den meisten, sehr teuren Fachbüchern.

Ein Thema ist z.B. das Freistellen des Motives. Es gibt leider immer noch viele, hochgelobte Analog Fotografen, die um das optimale Bild zu machen ihr Motiv tatsächlich freistellen. Das heißt, sie entfernen (meist lassen sie das von ihren Guides tun) störende Elemente wie z.B. einen Korallenast, oder eine Pflanze tatsächlich aus der Scene, bevor sie ihr Bild machen. Auch werden Lebewesen in der Natur auf einen möglichst dekorativen Hintergrund umgesetzt nur damit ein möglichst schickes Bild gemacht werden kann. Ob die Lebewesen, die dazu von ihrem natürlichen Substrat entfernt wurden danach verrecken oder wegen der verlorenen Tarnung gefressen werden, interessierte diese Leute nicht.

Fotografen, die dermaßen rabiat mit der Natur umgehen, kann ich nur verachten. Natürlich darf man mal einen Grashalm oder einen Zweig herunterbiegen, wenn diese in der optischen Achse störend ins Bild ragen, aber hier hört es bei mir schon auf.

Hier halte ich die digitale Bildbearbeitung für wesentlich "umweltfreundlicher". Man kann Hintergründe und Motive digital in Szene setzen, ohne in die Natur eingreifen zu müssen. Fake ist letztendlich beides. Eine bestimmte Schneckenart wird in der Natur niemals auf einem bestimmten Substrat vorkommen, auch wenn es noch so dekorativ aussehen mag. Fakt ist, dass sich viele der knallbunten Meeresschnecken von ziemlich unansehnlichen, grauen und wenig reizvollen Schwämmen ernähren, oder einfach im Geröll kaputter Korallen finden lassen. Das sind natürlich keine schönen Hintergründe für ein Foto, aber es entspricht der Realität. Hier kann man mit Unschärfen eine Menge machen, ohne das Bild unnatürlich wirken zu lassen. Wer die Schecken, Seepferdchen oder Garnelen aber einsammelt, um sie auf einen knallebunten Schwamm zu setzten, der die Tiere wohl möglich umbringt, macht sich erstens als Umweltzerstörer schuldig, und verarscht die Betrachter seiner Bilder.

Naturfotografie ist für mich das Ablichten von Lebewesen in ihrem natürlichem Lebensraum. Oft kann der Untergrund - das Substrat - auch Auskunft bei der späteren Bestimmung der Motive geben, denn bestimmte Lebewesen kommen nur auf bestimmten Substraten vor.

Das ist jedenfalls meine persönliche Meinung. Fotografieren von Lebewesen in ihrem natürlichem Lebensraum ist eine Geduld- und oft auch Glückssache.

Manchmal muss man einfach einen ganzen Tauchgang warten, bis der Fisch in der optimalen Position ist, um das gewünschte Bild zu schießen. OK, ich gebe zu, dass ich bei manchen Tieren wie z.B. Garnelen auch schon mal ein bisschen gestupst habe, damit sie ein bisschen mehr aus ihrem Versteck heraus kommen. Ich habe aber niemals ein Tier gefangen um es auf einen für meine Wünsche besseren Platz umzusetzten, und ich verachte Taucher und Fotografen die so etwas machen, bzw. von ihren Guides machen lassen. Für so was gibt es schließlich die Bildbearbeitung.

Einige einfache Tipps wollte ich euch hierzu geben, wobei die Profis das sicher viel besser als ich machen, und es auch viel besser erklären können.

Hier einige Techniken, die ich immer wieder anwende, um aus Bildern, die auf den ersten Blick misslungen aussehen noch ganz brauchbare Bilder zu machen:

1. Schwebeteilchen (Schneegestöber) reduzieren oder entfernen

2. Farbstich entfernen, und Farben verbessern